ePac Flexible Packaging, gegründet im Jahr 2016 als das weltweit erste komplett digitale Unternehmen für flexible Verpackungen, hat sein achtes Jahr mit einem klareren Bild davon erreicht, wie sein disruptives Modell im großen Maßstab funktioniert. Von der Gründung bis 2022 erzielte ePac jährliche Wachstumsraten von 50% bis 100% und schuf einen neuen Markt für kleine und mittelständische Marken, die Kurzserien, schnellere Durchlaufzeiten und digitale Flexibilität suchen. Während das Wachstum im Jahr 2023 angesichts des branchenweiten finanziellen Drucks moderater ausfiel, erhöhte das Unternehmen die produzierte Menge dennoch um 30% im Vergleich zum Vorjahr und berichtet nun von einem Jahresumsatz von etwa 200 Millionen Dollar.
Der breitere Sektor der flexiblen Verpackungen sah sich 2023 und 2024 erheblichen Herausforderungen gegenüber, darunter Inflation, höhere Zinssätze, Unterbrechungen in der Lieferkette und eine eingeschränktere Kapitalverfügbarkeit nach dem Post-COVID-Neustart. Viele Konverter verzeichneten Rückgänge im Umsatz bei gleichzeitig steigenden Kosten. ePac reagierte darauf, indem es sein Betriebsmodell neu bewertete und strategische Maßnahmen beschleunigte, die auf Technologie, Produktivität und Optimierung des Fußabdrucks ausgerichtet sind.
Technologie war seit jeher zentral für ePacs Strategie. Die interne Software- und Dienstleistungsgruppe hat proprietäre Systeme entwickelt, die ERP- und CRM-Integration, Online-Angebote, automatisierte Auftragsweiterleitung, Prepress-Automatisierung, Data Mining und digitales Produktionsmanagement unterstützen. Diese Fähigkeiten untermauern ePacs Fähigkeit, ein verteiltes Fertigungsmodell mit zentraler Steuerung zu betreiben.
Eine der wichtigsten Entscheidungen des Unternehmens war es, seinen Fertigungsstandort in den USA von 15 Werken auf 11 zu konsolidieren, eine Maßnahme, die durch seine digitale Infrastruktur ermöglicht wurde. ePac betreibt nun Einrichtungen in den USA in Boston, Philadelphia, Atlanta, Miami, Austin, Cleveland, Chicago, Madison, Boulder, Los Angeles und Portland sowie drei Werke in Kanada und acht weitere Standorte in Europa, im asiatisch-pazifischen Raum und in Afrika. Die Konsolidierung ist abgeschlossen und soll die Auslastung verbessern, die Komplexität reduzieren und die Servicelevels stärken.
Auf Produktionsebene rüstet ePac seine gesamte digitale Druckmaschinenflotte von 58 Einheiten auf die HP Indigo 200K-Plattform um. Der Übergang zur neuen Generation der Indigo-Technologie wird voraussichtlich die Produktivität um bis zu 45 % steigern, wobei die vollständige Umrüstung in den nächsten 24 Monaten abgeschlossen sein soll.
Im Mittelpunkt dieses verteilten Modells steht ePacONE, die firmeneigene Orchestrierungsplattform des Unternehmens, die alle 58 digitalen Druckmaschinen an 22 globalen Standorten verbindet. Das System ermöglicht eine automatisierte Auftragsweiterleitung und -verwaltung, wodurch ePac effektiv als ein einziges virtuelles Verpackungswerk betrieben werden kann. Die Führung beschreibt ePacONE als Dirigenten, der den Arbeitsablauf, die Kapazität und die Dienstleistungsperformance im gesamten Netzwerk koordiniert.
Die dritte Säule der ePac-Strategie war die Erweiterung ihrer Produktfähigkeiten. Ein aktuelles Beispiel ist die Einführung der Produktion von Standbodenbeuteln durch neues Equipment von Totani, das es ePac ermöglicht, Kaffee-, Sportnahrungs- und Tierfuttermarken, die strukturiertere Verpackungsformate benötigen, besser zu bedienen.
Laut CEO Virag Patel ging es in den ersten acht Jahren des Unternehmens darum, das Modell zu beweisen und die Infrastruktur aufzubauen. „Wir haben einen neuen Markt für kleine und mittelgroße Marken geschaffen und eine technologische Grundlage aufgebaut, die es uns ermöglichte, schnell zu skalieren“, sagte er. Mit 4.500 bis 5.000 Kunden, die in diesem Jahr bedient werden sollen, betonte Patel, dass Automatisierung entscheidend ist, um die Service-Level-Verpflichtungen zu erfüllen. Er fügte hinzu, dass fortgesetzte Investitionen in Technologie es ePac ermöglichen werden, größere, komplexere Kunden zu unterstützen, während das Kernwertversprechen für Marken aller Größen beibehalten wird.
Wenn sich die flexible Verpackungsindustrie weiter ins Gleichgewicht bringt, deutet die Erfahrung von ePac darauf hin, dass digital-first Produktion, kombiniert mit zentralisierter Workflow-Intelligenz, über die Störung hinaus in eine nachhaltige Skalierung übergehen kann.
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