Ricoh nutzte seine Präsentation zur Mid-Term Strategy ’26 am 25. März, um das Geschäft auf einen längeren Planungshorizont und eine strengere Kapitaldisziplin auszurichten und dabei von einem klassischen Dreijahreszyklus auf jährliche rollierende Planungen mit einem Fünfjahresausblick umzustellen. Das Unternehmen sagte: „We will continue evolving into a digital services company and become a leading global integrator.“ Ricoh hat sich für das Geschäftsjahr 2030 Ziele gesetzt, darunter eine Eigenkapitalrendite (ROE) von über 10 %, eine Kapitalrendite auf das investierte Kapital (ROIC) von über 7 %, ein Wachstum des wiederkehrenden Ergebnisses von mehr als 15 % sowie Wachstumsinvestitionen in Höhe von 350 Milliarden Yen, darunter 250 Milliarden Yen für M&A.
Für den Druckmarkt hält der Plan den Bürodruck als Kern des Basisgeschäfts von Ricoh aufrecht und schärft zugleich die Rollen von Services, Software und industriellem Inkjet. Ricoh sagte, dass es ETRIA nutzen werde, um seine Wettbewerbsfähigkeit im Bürodruck zu verbessern und die Produktentwicklung zu beschleunigen, während der kommerzielle und industrielle Druck voraussichtlich stabile Gewinne erzielen und neue Geschäftsbereiche auf Basis von Inkjet-Technologien unterstützen wird, darunter Functional-Printing-Anwendungen wie Perowskit-Solarzellen. Ab dem Geschäftsjahr 2026 wird das Unternehmen zudem Workplace Services aus der Berichterstattung herauslösen und die Umsätze aus dem Bürodruck dem Segment Digital Products zuordnen, um dem Markt ein klareres Bild der Entwicklung von Druck und Services zu vermitteln.
Die Neuausrichtung erfolgt, nachdem Ricoh eingeräumt hat, dass die auslaufende 21. Mid-Term Strategy mehrere finanzielle Ziele verfehlen wird, mit einem für das GJ2025 prognostizierten operativen Gewinn von 90 Milliarden ¥ gegenüber einem Ziel von 130 Milliarden ¥ sowie einer ROE von 5,7 % gegenüber einem Ziel von über 9 %. Ricoh verwies auf ein langsameres Wachstum der Profitabilität im Office-Services-Geschäft, ein schwächeres Commercial-Printing-Geschäft, die fortlaufende Transformation der Kostenstruktur und einen geschätzten Einfluss der US-Zölle von rund 15 Milliarden ¥, womit es sich um ein Strategie-Update handelt, das sowohl auf Korrektur als auch auf Expansion basiert. Für die Druckindustrie lautet die Botschaft, dass Ricoh sich nicht vom Druck zurückzieht, sondern ihn innerhalb eines breiteren Modells wiederkehrender Umsätze neu positioniert, das auf Services, Software und Production Inkjet aufbaut.
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