Als Kent Liu 2023 sein maßgeschneidertes Bekleidungsgeschäft von China in die USA verlegte, war dies eine strategische Antwort auf steigende Zölle und geopolitische Unsicherheiten. Sein Wagnis hat sich ausgezahlt – Digiprint America betreibt nun Einrichtungen in Kalifornien und New Jersey, die bald durch eine dritte in Atlanta ergänzt werden, was die neuesten Importzölle unter Präsident Trumps neu entfachtem Handelskrieg umgeht. Die USA haben die Steuerbefreiung für geringwertige Güter abgeschafft, was chinesische Hersteller veranlasst hat, ein neues Hybridmodell einzuführen: leere Waren importieren, im Inland drucken und lokal versenden. „Wenn ich nicht gehe, könnte ich den Anschluss verlieren“, erinnerte sich Liu an seine Überlegungen – und viele folgten. Über 200 chinesische Druckereien haben in den letzten zwei Jahren Fabriken in den USA eröffnet, um Fast-Fashion-Riesen wie Shein und Temu sowie kleinere amerikanische Kunden zu bedienen. Während der harte Wettbewerb die Gewinnmargen auf bis zu 50 Cent pro Kleidungsstück gedrückt hat, bieten schnellere Zahlungen und die Nähe zu den Kunden einen Vorteil im Cashflow. „Diese Cashflow-Lücke gibt kleinen Fabriken eine Verschnaufpause“, sagte Sofia Chen, eine Fabrikbesitzerin aus Shenzhen. Mit dem Wachstum des US-amerikanischen Fertigungsindex und der steigenden Nachfrage nach Print-on-Demand-Produkten – die bis 2033 weltweit über 35 Milliarden Dollar erreichen soll – sehen chinesische Druckunternehmen ein langfristiges Standbein auf dem amerikanischen Markt.
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