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Feldmuehle wird nach 120 Jahren schließen, da Energieprobleme die Betriebe „wirtschaftlich nicht rentabel“ machen.

Die in Uetersen ansässige Papierfabrik Feldmuehle mit über 120-jähriger Geschichte wird dauerhaft geschlossen, nachdem festgestellt wurde, dass ein weiterer Betrieb wirtschaftlich nicht mehr tragfähig ist. Die Entscheidung markiert das Ende einer Ära für das Unternehmen, das auf das Jahr 1904 zurückgeht und lange Zeit ein Produzent von nassfesten Etikettenpapieren und flexiblen Verpackungspapieren mit einer jährlichen Kapazität von rund 80.000 Tonnen war.

Mehrere Medienquellen berichten, dass Quellen, die dem Unternehmen nahestehen, die Ankündigung als Schock für die Mitarbeiter beschrieben haben, von denen viele nicht mit einer vollständigen Schließung gerechnet hatten. In seiner öffentlichen Stellungnahme äußerte sich Feldmuehle scharf kritisch gegenüber der deutschen Energielandschaft und stellte fest, dass die Bedingungen es für energieintensive Industrien zunehmend schwierig gemacht haben, zu überleben. „Es scheint, dass kein Wunsch besteht, dass energieintensive Industrie in Deutschland bleibt“, erklärte das Werk.

Feldmuehle betonte, dass die Schließung trotz jahrelanger Bemühungen und Investitionen erfolgt. „In den letzten Jahren hat unser Unternehmen qualitativ hochwertige, kapitalintensive Investitionen in Nachhaltigkeit und Energieeffizienz getätigt. Wir haben Prozesse optimiert und modernisiert, uns der Ausbildung der nächsten Generation verpflichtet, neue Produkte entwickelt und unsere Kosten gesenkt – alles in einem hochkompetitiven Umfeld.“

Die Papierproduktion wurde bereits eingestellt. Die Fabrik wird in den kommenden Wochen die Endbearbeitungsarbeiten abschließen und ihren verbleibenden Lagerbestand verkaufen. Die Schließung des Unternehmens verdeutlicht die zunehmenden Herausforderungen, vor denen der energieabhängige Papiersektor in Europa steht, wo steigende Kosten und strukturelle Konkurrenz den langjährigen Fabriken weiterhin zu schaffen machen.

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